Wacholder - Gesund Kochen und Ernähren

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Wacholder

Themen > Lebensmittel > Kräuter & Gewürze > Gewürze

Botanischer Name:

Juniperus communis

Weitere Bezeichnungen:

Reckholder, Weckholder, Feuerbaum, Räucherstrauch, Gemeine Wacholder, Heide-Wacholder
  • Der deutsche Name stammt von den altdeutschen Worten wauhal = lebensfrisch, munter und Der = Baum.

Herkunft:

Der Gebrauch von Wacholder als Gewürz, Heil- und mystisches Zaubermittel ist sehr alt.
Bereits vor 3.500 Jahren machte man in Ägypten aus verschiedenen Kräutern und Wacholderbeeren Mundwässer.
Die Germanen nahmen Reisig vom Wacholder-Baum, der bei ihnen als heilig galt und verehrt wurde, um Opfer zu verbrennen und ihre Toten einzuäschern. An den Weihnachtstagen wurden Zweige über die Stalltüren geheftet, um Druiden und Hexen fernzuhalten.
In Deutschland steht die Pflanzen unter strengem Naturschutz, doch darf man zur Reifezeit die Wacholderbeeren pflücken.

Vorkommen heute:

Vor allem in Heide- und Berglandschaften südlicher Länder
Nordamerika über Südgrönland, Europa, Nordafrika bis nach Ostasien.

Pflanzenfamilie:

Zypressengewächse

 

Aussaat:

 

Blütezeit:

April und Juni
 

Erntezeit:

Beschreibung:

  • Der immergrüne Wacholderstrauch ist dicht, buschig, oft mehrstämmig und wird meistens hüfthoch bis übermannshoch
  • Er kann jedoch auch Wuchshöhen von 5 bis 8 m erreichen
  • Die sehr spitzen, stacheligen, länglichen Nadeln stehen in Büscheln an den Zweigen. Sie sind graugrün und werden 1-1,5 cm lang und 1 bis 2 mm breit
  • Die Borke ist grau und längsrissig
  • Die Pflanze ist ein Tiefwurzler, Pfahlwurzler
  • Die Blüten sind klein, unscheinbar, die weiblichen grün und die männlichen gelblich
  • Aus ihnen entwickeln sich kugelige Beerenzapfen mit ca. 1 cm Durchmesser, die erst im 3. Jahr zur Vollreife kommen. Sie haben sich dann vom Grün in ein dunkles, bläulich bereiftes Violett verfärbt
  • Jeder der 6 bis 10 mm großen Beerenzapfen besteht aus drei zusammengewachsenen fleischigen Fruchtblättern, die je einen eiförmigen, stumpfkantigen Samen bergen
  • Geschmack: Bitterlich-harzig mit süßem Anklang

Hauptinhaltsstoffe:

  • Ätherisches Öl: 0,5-2,0%: mit alpha-beta-Pinen, Myrcen, Sabinen, Thujen
  • Terpinen-4-ol, Flavonglykoside
  • Gerbstoffe
  • Zucker: Bis zu 30%
  • Harze
  • Juniperin
  • Kalk
  • Bitterstoff

Verwendung:

  • Wacholder-Holz, -Triebe und -Beeren werden auch zum Räuchern verwendet

Anbau & Pflege:

  • Der Wacholder liebt nährstoffarme, sandige Böden in sonnigen Lagen.
    Licht: sonnig bis leicht schattig
    Temperatur: warm bis normal
    Bodenfeuchte: trocken bis frisch
    Bodenstruktur: fest bis luftig
    Bodengründigkeit: tiefgründig
    Bodenqualität: gering bis mittel
    pH-Wert: 5.5 bis 7.5

In der Küche:

  • Für Soßen und Sauerkrautgerichte
  • bei Fischsud 
  • Marinaden & Beizen
  • Rot-, Weißkraut
  • Alle Tiere, die in der Natur mit Wacholder zu tun haben – Wild/ Wildgeflügel
  • Zu Gerichten, die schwer verdaulich, blähend und fett sind
  • Getränke: Gin, Wacholderschnaps
  • Passt gut mit Petersilie, Thymian, Lorbeer und Knoblauch

Wirkung:

  • Harntreibend
  • Durchblutungsfördernd
  • Antirheumatikum

Medizinische Anwendung:

  • Wacholder als Tee fördert die Verdauung, fördert die Harnausscheidung und wirkt gegen Sodbrennen
  • Unterstützung der Rheuma- und Gichttherapie
  • Stimuliert die Gebärmutter; daher nicht während der Schwangerschaft, nur während der Wehen verwenden

Bemerkungen:

  • Da das ätherische Öl die Nieren stark reizt, sollten schwangere Frauen und Personen, die an Nierenentzündungen leiden auf Wacholder verzichten

 
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