Nelke - Gesund Kochen und Ernähren

Suchen
/
[ ]
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Nelke

Themen > Lebensmittel > Kräuter & Gewürze > Gewürze

Botanischer Name:

Syzygium aromaticum

Weitere Bezeichnungen:

Gewürznelke, Nelkenkopf, Nägelein

Herkunft:

Bereits Jahrhunderte vor Christi Geburt war die Gewürznelke bei den Chinesen und Indern bekannt und begehrt.
Gewürznelken-Bäume stammen von den Molukken, wo sie heute noch angebaut werden.

Vorkommen heute:

In Europa sind Gewürznelken seit dem frühen Mittelalter bekannt.
Mittlerweile werden Gewürznelken weltweit angebaut.
Madagaskar, Molukken, Srilanka, Brasilien

Pflanzenfamilie:

Myrtengewächse

 

Aussaat:

 

Blütezeit:

 

Erntezeit:

2x im Jahr

Beschreibung:

  • Der immergrüne Gewürznelken-Baum erreicht eine Höhe von über 10 m (maximal 20 m) und wird etwa 100 Jahre alt.
  • Er ist reich verzweigt und trägt eine füllige Belaubung aus dunkelgrünen, gegenständig angesetzten lanzettlichen, zugespitzten Blättern, die ungefähr 8 bis 12 cm lang werden.
  • An den Zweigspitzen entspringen zahlreiche in Trugdolden stehende Blütenknospen. Sie sind ungefähr 12 bis 18 mm lang, haben einen vierkantig-gerundeten, 3 bis 4 mm dicken, stielartig ausgebildeten Fruchtknoten, der über den an seinem oberen Ende zipfelig abstehenden 4 Kelchblättern ein kugeliges Köpfchen von ungefähr 4 bis 5 mm Durchmesser trägt.
  • Die Knospen verfärben sich vom Grün zum Rosa und geben 4 weiße, auf einem rötlichen Blütenboden stehende Blütenblätter frei, die ein dichtes Büschel langgestielter Staubbeutel umgeben.

Hauptinhaltsstoffe:

  • Ätherisches Öl (bis zu 25%) (Eugenol, Eugenolacetat, ß-Caryophyllen)
  • Gerbstoffe
  • Flavonoide
  • Phenolcarbonsäuren
  • Oleanolsäure

Verwendung:

  • Knospen

Anbau & Pflege:

Gewürznelken-Bäume gedeihen am besten im tropischen Seeklima.
Sie beginnen im sechsten Jahr zu tragen.
Die Erträge steigern sich bis zum 20. und 25. Jahr.
Sobald sich die noch fest geschlossenen Blütenknospen des Nelkenbaumes verfärben, werden sie gepflückt. 
Die Ernte kann meistens zwei Mal im Jahr vorgenommen werden.
Die Knospen breitet man auf Grasmatten für mehrere Tage zum Trocknen aus, bis sie sich vom Rötlichen ins kräftige Braunrote verfärbt haben.
Der Gewichtsverlust ist beträchtlich - 1000 kg frische Nelken ergeben ungefähr 250 kg getrocknete Nelken.
 
Die Knospen müssen vor dem Erblühen von Hand gepflückt werden. Nach dem Trocknen haben sie drei Viertel ihres Gewichts verloren. 

  • Gute, frische Nelken erkennt man daran, dass sie sich fettig anfühlen und etwas Öl absondern, wenn man mit dem Fingernagel gegen ihren Stiel drückt.

Auch der Schwimmtest gibt Aufschluss über die Qualität:
  • Hochwertige Nelken sinken in Wasser oder stellen sich zumindest senkrecht mit dem Köpfchen nach oben.
  • Schlechte, das heißt mehr oder weniger entölte Nelken schwimmen waagerecht auf der Wasseroberfläche.

In der Küche:

  • Für Fleischgerichte: Wild-, Schweinebraten, Schmorbraten
  • zum Fischsud und anderen Marinaden
  • für Soßen
  • Ragouts
  • Gemüse: Sauerkraut, Blaukraut
  • Süßwaren
  • Backwaren
  • Obstgerichte
  • Getränke (Punsch, Glühwein, Feuerzangenbowle) und zum Einmachen von Obst, Gurken und Kürbis. 
  • Bestandteil von Currypulver.

Die Industrie verwendet Nelken auch:
  • Zur Herstellung von Parfum- und Kosmetikprodukten und 
  • Zur Aromatisierung alkoholischer Getränke.
  • In Indonesien sind sogenannte Nelkenzigaretten auf dem Markt, die neben Tabak auch geschrotete Gewürznelken enthalten.

Wirkung:

  • Appetitanregend
  • Verdauungsfördernd 

Medizinische Anwendung:

  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit
  • Nelkenöl stimuliert die Gebärmutter; nur während der Wehen verwenden.

Bemerkungen:

  • Hochwertige Nelken sinken in Wasser, schlechte schwimmen waagerecht auf der Wasseroberfläche.
  • Die als Nelken bekannten Blumen wurden wegen ihres ähnlichen Duftes nach den Gewürznelken benannt.
  • Ganze Nelken halten sich bis zu 2 Jahre

Nelken passen gut zu:
  • Zimt
  • Kardamon
  • Ingwer
  • Pfeffer
  • Lorbeer
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
 
 
Homepage Besucherzähler
Suchen
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü